JULI / AUGUST
Wassermangel
Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser!
Jesaja 55;1
Unser Land gilt grundsätzlich als wasserreiches Land, doch auch Deutschland leidet zunehmend unter einer regionalen Wasserknappheit und sinkenden Grundwasserspiegel. In unserem alltäglichen Leben spüren wir das noch nicht, doch diejenigen, die sich damit beschäftigen, warnen uns.
Aber auch in unserem Körper kann Wassermangel entstehen, wenn wir mehr Wasser verlieren, als wir zu uns nehmen. Eine Folge bei gesunden Menschen ist, sie bekommen Durst – ein Warnsignal.
Jesaja spricht hier von einer anderen Art Durst. Durst, den man nicht so leicht mit einem Getränk löschen kann. Dafür braucht es ein anderes Wasser. „Lebendiges“ Wasser, das unserem Leib guttut und den Durst unserer Seele löscht. Sowohl unsere praktische Versorgung als auch das, was unsere Seele braucht, wie Sicherheit, Liebe, Zufriedenheit und Glück, werden von diesem Wasser abgedeckt.
Doch es geht noch um mehr: Jesus Christus spricht an einer Stelle von einem Wasser, das ins ewige Leben fließt. (Joh 4;14) Dieses Wasser verbindet uns also mit der Ewigkeit und wird in uns zu einer unerschöpflichen Quelle.
Diese Worte Jesaja’s und die von Jesus sind an Menschen gerichtet, die Durst haben – sich also nach etwas sehnen, was noch nicht da ist.
Haben wir auch solch eine Sehnsucht, und worauf bezieht sie sich? Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen versuchen, ihre innere Leere mit Wohlstandsgütern und irgendwelchen Aktivitäten auszufüllen. Das ist nicht neu. Direkt nach dieser Einladung heißt es:
„Warum gebt ihr euer sauer verdientes Geld aus für Brot, das nicht sättigt?“ (Jes 55;2 HfA)
Was würde dein Leben glücklicher machen? Das Glück,
das ich in Jesus Christus gefunden habe, kann durch nichts überboten werden – und es kann mir auch nicht genommen werden. Er spricht: „Wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh 6;35) Und an anderer Stelle: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11;28)
Bei dem Propheten Jesaja und auch bei Jesus lesen wir die Aufforderung, zu kommen. Das, was Gott uns geben will, ist umsonst, doch es wird uns weder nachgeworfen noch aufgezwungen. Wir müssen es schon bei ihm abholen. Meiner Beobachtung nach verstehen Christen manchmal das Wort „umsonst“ falsch. Sie meinen, dass Gott überhaupt nichts von ihnen erwartet – noch nicht einmal, dass sie „kommen“ und sich damit an IHN wenden. Doch all das, was Jesus uns zuspricht, ist daran geknüpft, dass wir ihm und seinem Wort vertrauen. „Kommt her“ – so heißt es!
Sind wir dazu bereit?
Ich will mich immer wieder aufmachen zu meinem Gott – im Gebet, im Lesen des Wortes, im Treffen mit anderen Christen und mit dem, was ich tue.
Möge Gott uns immer wieder sein lebendiges Wasser schenken und unser Leben damit neu erquicken.
Das wünsche ich Dir.
Jens Faber