#Open Air Gottesdienst (keine Aufnahme) S. Ossendorf 19.07.2020
#Open Air Gottesdienst (keine Aufnahme)
S. Ossendorf
#Open Air Gottesdienst (keine Aufnahme) J. Faber 05.07.2020
#Open Air Gottesdienst (keine Aufnahme)
J. Faber
Juli 2020
Jesus verloren gegangen?
„Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“
Lukas 2;48
Bisher durfte er nur mit, jetzt musste er auf dieses große, bedeutsame Fest nach Jerusalem. Bar Mizwa – endlich galt er mit 12 Jahren als „Sohn des Gesetzes“ und das verpflichtet ihn an dieser Pilgerreise teilzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt galt er als mündig, was den Glauben betraf. Ab diesem Alter sollten alle die Verantwortung für ihr geistliches Leben selbst übernehmen.
Jesus und viele andere Jungen waren an diesem Tag der Mittelpunkt des Geschehens. Aber auch das schönste Fest geht einmal zu Ende und die Festgemeinde löste sich auf. Jeder trat wieder seinen Heimweg an. Die Eltern Jesu waren ebenfalls unter den vielen Pilgern, jedoch ohne ihren Sohn. Einen ganzen Tag pilgerten sie bereits, stets in der Meinung, er werde sich sicher irgendwo unter den Pilgern befinden.
Am nächsten Tag wurde Jesu Mutter unruhig. Die Annahme, dass ihr Sohn irgendwo unter der Menschenmenge sein könnte, genügte ihr plötzlich nicht mehr. Sie wollte es genau wissen, und zwar jetzt und sofort! Somit befragten die Eltern Jesu einige Pilger. Doch niemand wusste etwas. Das machte sie noch unruhiger. Entschlossen kehrten sie um nach Jerusalem – jetzt gegen den Strom der Masse. Immer wieder die gleiche Frage, stets die gleiche Antwort. Niemand hatte Jesus gesehen. Verzweifelt erreichten sie die Stadt und gingen in den Tempel. Hier hatten sie ihn wahrscheinlich zuletzt gesehen. Und tatsächlich, da saß er unter den Gelehrten und unterhielt sich mit ihnen über das Gesetz. Voller Schmerz brachte Maria diese Worte heraus:
„Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“
Hat es einen Grund, dass uns dieser kurze Einblick in das Teenagerleben Jesu überliefert wurde? Mit Sicherheit. Ist es doch auch für uns heute möglich, Jesus im Gedränge und im Trubel des Alltags zu verlieren, ohne dass wir es gleich merken. Man ist stets in Bewegung, eilt von einem Termin zum nächsten und immer gibt es vermeintlich Wichtigeres zu tun. Man treibt mit der Masse, geht mit dem Trend, folgt eher der Richtung anderer Menschen, als seinem HERRN. Und ist dabei in der Annahme: Jesus wird schon bei mir sein, er wird mir schon irgendwie folgen, er befindet sich bestimmt ganz in der Nähe. Doch Jesus war hier in diesem Bericht im Tempel zurückgeblieben.
Jetzt heißt es: Zurück an den Ort, wo Jesus zu finden ist!
Sicher heute nicht mehr im Tempel zu Jerusalem, wohl aber in der Stille, im Gebet, in seinem Wort, im geistlichen Gespräch, in der Gemeinde, im Gottesdienst.
Seine Anwesenheit macht den Unterschied.
Wollen wir ihm sagen: Herr, wenn Du nicht mit uns gehst, werden wir keinen Schritt weitergehen. Von Deiner Nähe, von Deiner Gegenwart hängt alles ab – unser Leben und unser Dienst.
Kein Programm mehr, ohne Jesus im Mittelpunkt zu haben. Kein Gottesdienst mehr, der ihn nicht ehrt. Kein Gebet mehr, dass sich nicht am Herzen Jesu orientieren. Keine Lieder mehr, die ihn nicht verherrlichen. Keine Predigt mehr, die nicht auf Jesus Christus hinweist.
Übertrieben? Keineswegs!
Euer Jens
Habt Ihr den Heiligen Geist empfangen? J. Faber 07.06.2020
Habt Ihr den Heiligen Geist empfangen?
J. Faber
Juni 2020
„Und plötzlich geschah aus dem Himmel
ein Brausen,
als führe ein gewaltiger Wind daher,
und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.“
Apostelgeschichte 2;2
Woran denkst du, wenn du den Begriff „Obersaal“ hörst?
Ich glaube die meisten Pfingstler denken an dieses bahnbrechende Ereignis am Anfang der Apostelgeschichte. Da wird uns berichtet, dass die Jünger Jesu sich in einem Saal im Obergeschoss eines Hauses versammelten und gemeinsam beteten. Im 2. Kapitel wird dann dieses gewaltige Ereignis beschrieben, welches wir mit Pfingsten verbinden – die Ausgießung des Heiligen Geistes.
Was an diesem Tag geschah, war unfassbar und dabei war das Wunder der Sprachenrede nur der Anfang.
Weil eine große Menschenmenge darauf aufmerksam wurde, stand Petrus auf und predigte in der Kraft des Heiligen Geistes. Als er seine Herzen durchdringende Predigt beendet hatte, wurden diejenigen, die dem glaubten, was Petrus gesagt hatte, getauft und gehörten von da an zur Gemeinde – insgesamt etwa dreitausend Menschen.
Wir lieben diese Geschichte, weil sie ein gewaltiges, durchbrechendes Wirken Gottes zeigt. Diese Erfahrung möchten wir gerne wieder und wieder selbst erleben.
Doch dies war nicht der erste Aufenthalt der Jünger in einem „Obersaal“. Schon am Abend vor der Kreuzigung Jesu, befanden sie sich gemeinsam mit ihrem HERRN in so einem Raum. An diesem letzten Abend richtete Jesus einige
herausfordernde und zurechtweisende Worte an seine Jüngerschar. Er konfrontierte sie mit Verrat, Verleugnung und ihrer Weigerung, seinen Tod zu akzeptieren.
Wie stark ist doch der Kontrast dieser Zeit im „Obersaal“, im Vergleich mit dieser Szene in der Apostelgeschichte. Die zweite Erfahrung war geprägt von Gottes spürbarer Gegenwart, seinem Wirken und Eingreifen, von Errettung, Jubel und Freude. Die erste dagegen war unangenehm, schwierig und Freude wollte nicht so richtig aufkommen.
Doch solche Erfahrungen sind für uns genauso wichtig und manchmal müssen sie tatsächlich vorausgehen. Hier wird unser Herz und unsere Gesinnung vorbereitet. Hier geht es um unsere Beweggründe und unsere Motivation. Keiner setzt sich dem freiwillig aus, wir bevorzugen viel lieber die zweite Erfahrung. Wollen Gottes mächtiges Eingreifen erleben, statt mit Zurechtweisung konfrontiert zu werden. Doch oftmals ist dies notwendig, damit wir das „Brausen vom Himmel“ erleben können.
Die Jünger hatten Wunder, Heilung und Segen erlebt und natürlich wollten sie mehr von dieser Seite Jesu. Diese Ereignisse vermittelten ihnen Gottes lebendige Gegenwart in dieser Welt. Doch als Jesus seinen Jüngern ankündigte, dass er sterben würde, dass er von ihnen gehen würde, da bedeutete es für sie das Ende von alldem. Und so wollte z.B. Petrus nichts davon hören. Auch die meisten von uns hoffen, nie solche Begegnungen mit Jesus zu erleben, am liebsten immer nur starke und glorreiche Zeiten.
Doch im Laufe unseres Lebens erleben wir beide „Obersaal-Erfahrungen“ in einem wiederkehrenden Zyklus. Jedoch die zweite Erfahrung machen nur diejenigen, die bereit sind, sich immer wieder der ersten Erfahrung auszusetzen, damit ihre Herzen durch die liebevolle Hand des Heiligen Geistes beständig verändert, geheilt, verwandelt und erneuert werden.
Spiegelt dein Leben vielleicht gerade nicht die zweite „Erfahrung im Obersaal“ wieder? Dann frage dich mal: Bin ich vielleicht der ersten Erfahrung ausgewichen? Sehnst du dich danach, Gottes Wirken und Eingreifen zu sehen, doch bist nicht bereit, dich von Jesus verändern zu lassen?
Er wartet auf dich, zunächst im ersten „Obersaal“. Lass dich drauf ein, hör ihm zu, vertraue Gottes guter Absicht. Liefere dein Herz deinem Retter Jesus Christus aus und du wirst die Kraft und das Wirken des Heiligen Geistes in deinem Leben spüren.
Ich wünsche dir, diese kraftvolle Erfahrung immer wieder erleben zu können.
Euer Jens