Vor allem anderen – Jesus Christus Teil 1 J. Faber 09.01.2022
Vor allem anderen – Jesus Christus Teil 1
J. Faber
Januar / Februar 2022
„Wer zu mir kommt,
den werde ich nicht abweisen.“
Das neue Jahr mit so einer Zusage zu beginnen, das gibt Mut, das gibt Sicherheit und eine hoffnungsvolle Perspektive für das, was vor uns liegt. Abweisungen erleben Menschen in dieser Zeit mehr als genug. Abgewiesen zu werden, das tut weh, das macht etwas mit uns, es lässt uns nicht kalt.
Auch Jesus selbst musste Abweisung erleben. In Johannes 1;11 lesen wir:
„Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; …“
Jesus weiß wie es ist, abgewiesen und ausgegrenzt zu werden.
Und vielleicht gerade deshalb verspricht er allen, die zu ihm kommen, dass sie nicht abgewiesen werden.
Wenn wir diese Aussage im Zusammenhang lesen, baut sich allerdings eine Spannung auf:
„Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen,
und keinen von ihnen werde ich je abweisen.“
(Joh 6;37 Hfa)
Anscheinend geht es hier nur um eine bestimmte Gruppe von Menschen,
„Alle Menschen, die mir der Vater gibt, …“.
Was ist mit denen, die da nicht dazugehören? Wie sollen wir das verstehen? Können nur die zu Jesus kommen, die Gott zuvor anspricht, die er dem Sohn „anvertraut“? Was passiert, wenn seine Einladung nicht bei uns ankommt? Wie verbindet sich dabei der Wille Gottes mit unserem, damit wir seine Einladung hören und sie annehmen können? Solche Worte sprengen oftmals auch meine Vorstellungskraft. Und ich glaube diese Spannung können wir nicht auflösen und brauchen es auch nicht.
Wie eine Einladung, so ist auch der Glaube unserer Verfügbarkeit entzogen und bleibt ein Geschenk, ein Geheimnis. Ein unerklärlicher Ausdruck göttlicher Liebe. Und seine Liebe gilt allen Menschen, dies bezeugt sein Wort ganz klar.
Jedenfalls, diese Zusage steht fest, auch im neuen Jahr, auch für dich!
„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Die Annahme Gottes immer wieder zu erfahren, das wünsche ich Dir für das neue Jahr.
Jens Faber
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Dezember 2021
Wartezeit
„Das Warten der Gerechten
führt zur Freude, …“
Sprüche 10;28a
„Zur Zeit sind alle unsere Leitungen besetzt. Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld.“
Oder manchmal auch nur ganz knapp: „Bitte warten.“, schallt es aus dem Telefon uns entgegen,
wenn wir in eine Warteschleife geraten beim Versuch ein Amt oder eine Firma zu erreichen.
Eine mehr oder weniger freundliche Stimme, wiederholt immer wieder den gleichen Text.
Zum Glück kann ich mein Telefon auf „laut“ stellen und solange bis sich eine reale Person meldet,
noch etwas anderes erledigen. Sonst wäre es mit meiner Geduld, um die ich gebeten wurde,
schnell vorbei. So eine Wartezeit hat etwas Zermürbendes.
Es gibt aber noch schlimmere Wartezeiten als diese. Wartezeiten,
die mit Ängsten und Befürchtungen gefüllt sind.
Z.B. das Warten auf eine bevorstehende Prüfung, eine ausstehende Diagnose oder
gar schon eine krankheits-bedingte Operation.
Aber es gibt auch ein Warten, dass mit Vorfreude verbunden ist. Das Warten auf den nächsten Urlaub,
warten auf einen lieben Besuch oder ein anderes freudiges Ereignis. Oder auch das Warten auf die Geburt eines Kindes.
Und schon sind wir bei Advent. Als Kind war für mich die Adventszeit immer die schönste Wartezeit des Jahres. Hauptsächlich im Blick auf die Geschenke, die es Heilig Abend gab.
Heute erinnert mich die Advents- und Weihnachtszeit daran,
dass Jesus Christus gekommen ist und der Welt Rettung gebracht hat, die wirksam wird, für alle, die sie annehmen.
Aber nicht nur das. Advent erinnert mich auch daran, dass Jesus nicht nur kam, sondern auch wiederkommen wird. Dieses Warten ist ein freudiges Erwarten, welches all die Dinge, die uns tagtäglich beschäftigen,
den richtigen Platz und die richtige Priorität zuteilt.
Jesus sagt einmal in Lukas 12;37a:
„Ja, glücklich schätzen können sich alle,
die der Herr bei seiner Rückkehr wach
und dienstbereit antrifft!“
Dann hat sich alles Warten gelohnt. Jede Geduld und unser Durchhalten,
unser aktives Warten auf unseren wiederkommenden HERRN.
Worauf wartest du lieber Leser? Wenn wir auf die Ankunft unseres Herrn warten,
dann sind wir gut vorbereitet auf das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte.
Daran will uns auch diese Advents- und Weihnachtszeit wieder neu erinnern.
Lasst uns die Wartezeit zur Vorbereitung nutzen!
Eine schöne Adventszeit
Euer Jens