August 2018
Gott schafft Neues
Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde. Jesaja 43;19
Wir haben einen Gott, der offenbar Freude daran hat, Neues zu schaffen!
Einen neuen Bund, ein neues Herz, ein neues Volk, neues Leben, ein neues Gebot und zu guter Letzt, einen neuen Himmel und eine neue Erde.
Erneuerung, Veränderung, das gehört zum Leben dazu.
Die ganze Schöpfung, inklusive des menschlichen Organismus, befindet sich in einem ständigen Erneuerungsprozess, selbst im Alter, wo so manche Funktion nachlässt.
Die Gesellschaft, die Wirtschaft, Politik und selbst das Klima verändert sich,
mal mehr, mal weniger.
Nur bei Gemeinde, bei Gottesdienst und dem gesamten Gemeindeleben kommt man eigenartiger Weise auf den Gedanken, dass deren Form, Stil usw. Jahrzehnte, Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende gleich bleiben müsste:
So, wie ich das immer gewohnt war,
so, wie es meinen Vorstellungen entspricht,
so, wie ich meine, es in der Bibel zu erkennen.
Wirklich?
Doch wenn man mit offenen Augen die Geschichte der Gemeinde Jesu weltweit betrachtet, entdeckt man, dass Form und Stil der Gemeinde sich schon immer seiner Umgebung, der Kultur und den Notwendigkeiten entsprechend verändert haben.
Nicht angepasst, nicht mit dem Wind oder dem Trend, dem Zeitgeist, sondern indem man überlegt:
Wie können wir unseren Auftrag in unserem Umfeld, zu unserer Zeit am besten erfüllen?
Und so möchte auch ich mit Euch allen, liebe Geschwister, in den nächsten Wochen und Monaten über Veränderung von Gemeinde nachdenken, um gemeinsam unter Gottes Führung unsere Zukunft zu gestalten.
Ich möchte Euch ermutigen, diesen Prozess in Euren Gebeten zu begleiten und an Mitarbeiter- und Gebetstreffen teilzunehmen.
Eine gesegnete und erholsame Urlaubszeit!
Euer Jens
Juli 2018
Sichtbar und unsichtbar
…da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig. 2. Kor 4;18
Über dieses Wort habe ich schon so manches Mal nachgedacht, kam aber zu keinem schlüssigen Ergebnis. Doch durch ein wunderbares, ganz einfaches Beispiel erklärte sich mir eines Tages der Sinn dieses Wortes. Wenn wir die Pflanzen in der Natur betrachten, dann ist all das, was aus der Erde hervorwächst wunderbar anzuschauen. Diese Vielfalt an Formen und Farben ist sichtbar für unsere Augen. Aber auch zeitlich begrenzt. Die schönen Blüten verwelken und die Blätter an den Bäumen färben sich ein und fallen ab. Doch die Wurzel, die dies alles hervorbringt, aber für unsere Augen verborgen ist, kann über Jahre und Jahrzehnte hinweg immer wieder Sichtbares wachsen lassen und zur Entfaltung bringen.
So durfte ich diesen Vers ein Stück weit verstehen.
(Gedanken von Christa Schellmann)
So ist auch unser Leben als Christ. Unsere unsichtbaren Wurzeln, das, was uns Halt, Festigkeit und Kraft gibt, was uns wachsen und blühen lässt, ist Gott der Unsichtbare und all das, was er in Jesus Christus für uns getan hat, die Dimension Gottes. Das Sichtbare dagegen, das in unserem Leben manchmal wunderschön aussieht, aber manchmal auch überhaupt nicht, wo wir dann froh sind, dass es vergänglich ist, es ist nicht das, wo wir unsere Zuversicht und Hoffnung drauf setzen, es ist nicht das, wo wir drauf schauen.
Wir schauen auf das Unsichtbare und auf das Ewige
Euer Jens